Narva

Mai 31, 2009 at 10:08 (Estland)


Narva ist die drittgrößte Stadt Estlands und besitzt 70 000 Einwohner. Sie liegt direkt an der Grenze zu Russland und ist eine wichtige Industriestadt Estlands.

Als Grenzposten hatte Narva unter zahlreichen Kriegen zu leiden und wurde bereits von Dänen, Deutschen, Schweden und Russen regiert. Nach dem zweiten Weltkrieg kamen tausende russische Industriearbeiter in die Stadt und die jenseits des Flusses gelegene Stadt Iwangorod (bereits in Russland) wuchsen zusammen. Nach der Unabhängigkeit wurde Narva estnisch, jedoch leben weiterhin über 90 Prozent Russen in der Stadt und sprechen kaum ein einziges Wort Estnisch.

Im zweiten Weltkrieg wurde Narva in Schutt und Asche gelegt. 98 Prozent der historischen Bauten gingen verloren und nur drei historische Gebäude wurden wieder aufgebaut, darunter das Rathaus. So prägen heute fast ausschließlich Plattenbauten aus der Sowjetzeit das Stadtbild.

Sehenswürdigkeiten:
- Hermannsfeste (gegenüber auf der anderen Seite des Flusses: Festung Iwangorod)
- barockes Rathaus
- Lutherische Alexanderkirche
- Russisch-Orthodoxe Kathedrale von Narva

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Haapsalu

Mai 27, 2009 at 1:21 (Estland)

Haapsalu liegt an der Westküste von Estland und ist ähnlich wie Pärnu ein Kurort. Wegen den vielen Wasserläufen wird die Stadt in Estland auch das „Venedig des Nordens“ oder „Venedig an der Ostsee“ genannt. Die Stadt zählt derzeit 11.700 Einwohner.

Bereits in der zweiten Hälfte des 13. Jh. erhielt die Stadt die Stadtrechte und für weitere 300 Jahre war sie Sitz des Bistums Ösel-Wiek. Als der Bischofssitz nach Arensburg (Kuressaare) wechselte verlor die Stadt mehr und mehr an Bedeutung. Erst als Dr. Carl Abraham Hunnius die heilende Wirkung des Meerschlamms entdeckte und 1825 das erste Heilschlammbad eröffnete, wurden wieder mehr Leute auf Haapsalu aufmerksam. Noch heute besitzt Haapsalu mehrere Kurorte sowie ein Rehazentrum und stellt somit einen der bekanntesten Kurorte Estlands dar.

Die kleine Altstadt liegt auf einer schmalen, weit ins Meer reichenden Landzunge. In ihrem Zentrum sind die Ruinen der Bischofsburg zu finden.

Sehenswürdigkeiten sind die
- Bischofsburg
- Johanneskirche
- Kurhaus
- Carl-Abraham-Hunnius-Denkmal
- Rudolf-Tobias-Denkmal
- Ilons Wunderland
- Bahnhof
- Museum von Läänemaa

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Rocca al Mare – Freilichtmuseum

Mai 25, 2009 at 12:38 (Estland)

Rocca al Mare ist das estnische Freilichtmuseum und befindet sich am Rande Tallinns. Es wurde im Jahre 1957 gegründet. Dabei handelt es sich um ein Museum für estnische ländliche Baukunst und liefert mit seinen 72 Gebäuden ein Bild über das bäuerliche Leben vom 18. Jahrhundert bis zu den 1930er Jahren. Es ähnelt einem Dorf, wo neben 12 Bauernhöfen eine Kirche, ein Dorfkrug und ein Schulhaus stehen. Außerdem gibt es mehrere Windmühlen, ein Spritzerhaus, Netzschuppen, einen Tanz- und Schaukelplatz.

Das Museum befindet sich in einem schönen parkähnlichen Wald an der Bucht Kopli somit kann man während des Museumsbesuchs gleichzeitig den Ausblick auf das Meer genießen.

In der Sommersaison sind auf den Bauernhöfen Bauern und Bäuerinnen tätig, die die Besucher von alten Bräuchen und dem ehemaligen Alltagsleben in Kenntnis setzen.

Im Winter ist es im Museum eher ruhig und es ist möglich auf wilde Tiere (Elche, Rehe, Marder bzw. Füchse) zu stoßen.

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Pärnu

Mai 23, 2009 at 6:11 (Estland)

Pärnu ist eine Hafenstadt in Estland mit ungefähr 45.000 Einwohnern (6. größte Stadt Estlands). Es handelt sich dabei um eine ehemalige Hansestadt.

Die Lage, das Klima und der Strand machten Pärnu spätestens seit Eröffnung der ersten Badeanstalt im Jahr 1838 zu einem beliebten Kur- und Badeort. Auch heute wird die Stadt als estnische Sommerhauptstadt bezeichnet. Der Bürgermeister von Tallin übergibt zu Beginn der Sommersaison symbolisch die Hauptstadtrechte an den Bürgermeister von Pärnu.
Strände sind kilometerlang und erreichen teilweise auch eine breite von 100 Metern. Weiters wird das Wasser in der nach Süden offenen, flachen Bucht im Sommer angenehm warm :)

Die Altstadt ist relativ klein und liegt auf einer Landzunge zwischen Meer und Fluss. Im Zentrum sind weiters teilweise alte Holzvillen zu bestaunen, die Randbezirke sind jedoch uninteressant. Die meisten Touristen sind Esten, Finnen, Deutsche und – wie auch schon vor dem Zweiten Weltkrieg – Schweden.

Sehenswert sind in der Altstadt die Elisabethkirche, die Katharinenkirche, der Rote Turm, die Villa Ammende und das Tallinner (Revaler) Tor.

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Saaremaa Fotos

Mai 17, 2009 at 3:45 (Estland)

Hier folgen nun Fotos der letzten zwei Tage

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Saaremaa

Mai 17, 2009 at 3:27 (Estland)

Die letzten 2 Tage verbrachte ich mit meinen Eltern auf der Insel Saaremaa. Wie bereits früher einmal erwähnt, handelt es sich dabei um die größte Insel Estlands.

Am Freitag wurde daher bald aufgestanden, da der Bus bereits um 7.45 vom Busterminal abfuhr und ich vom Heim etwa eine Stunde hin brauche. Meine Eltern sind dann im Zentrum zugestiegen und am Busterminal angekommen, gings erstmal zum Ticket kaufen. Dies ging ganz flott und wir mussten dann noch eine halbe Stunde auf den Bus nach Kurresaare (Inselhauptstadt) warten, da wir eigentlich mehr Zeit für dies einkalkuliert hatten.

Im Bus verbrachten wir dann 4 Stunden. War eine lange Anreise, jedoch fuhren wir mit einem großen Bus und da eher wenig mitfuhren, hatte jeder von uns 2 Plätze für sich und man konnte daher sich gut ausbreiten und noch bisschen schlafen. Etwa eine Stunde der Anreise ging für die Überfahrt mit der Fähre drauf.

In Kurresaare angekommen gings erstmal zum Touristeninfo. Dort informierten wir uns über die Sehenswürdigkeiten und wie sie am besten zu erreichen sind. Schlussendlich suchten wir zuerst unsere Übernachtungsherberge auf und anschließend gings ans Insel erkunden.

Zuerst gings zu einem Kraterteich, wo vor etwa 3000 Jahren ein Meteorit auf die Erde gestürzt sein sollte. Dabei handelte es sich um einen Teich, der komplett rund und rundherum bewachsen war.
Danach gings zu 4 gut erhaltenen Mühlen von früher, die für die Insel typisch sind. Und gleich daneben war eine alte Kirche, die von außen nicht wirklich auffiel, jedoch ihnen wunderschön war.

Anschließend gings noch zu den Klippen. Dort gings 21 Meter hinunter aufs Meer und der Ausblick war wirklich wunderschön. Das Wetter war optimal, den ganzen Tag Sonnenschein und auch nicht all zu viel Wind, einfach perfekt :)

Am nächsten Tag gings dann noch zur Burg, die direkt in Kurresaare am Meer liegt. Innen ist ein Museum mit der ganzen Geschichte der Stadt, war wirklich interessant und vor allem die ganzen Räume waren gut erhalten und auch teilweise nachgeahmt wie es früher war.

Diese zwei Tage auf der Insel waren wirklich sehr schön und kann die Insel nur weiterempfehlen. Sie ist vor allem für Personen geeignet, die wirklich einmal abschalten und ihren Urlaub genießen wollen. Es gibt genug Spa-Hotels und auf der Insel kann man sich hervorragend mit dem Rad fortbewegen, da keine Hügel oder ähnliches existieren, wirklich für jedermann geeignet.

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Saaremaa

Mai 3, 2009 at 5:09 (Estland)


Saaremaa ist die drittgrößte Insel in der Ostsee und die größte Insel Estlands. Sie befindet sich im Westen von Estland. Sie besitzt sehr viele Halbinseln und Buchten.

Fläche: 2 673 km²
Einwohner: etwa 36 000
Inselhauptstadt: Kuressaare

Im Süden ist die Insel am dichtesten besiedelt, hier liegen die meisten Orte und auch die Inselhauptstadt Kuressaare. Landschaftlich betrachtet ist die Insel hauptsächlich steinig und flach. Saaremaa besitzt flache Küstenbereiche aber auch Steilküstenabschnitte, die im Norden und Nordwesten der Insel zu finden sind.

Charakteristisch für Saaremaa sind vor allem die so zahlreich über die Insel verteilten Bockwindmühlen, denn früher besaß nahezu jedes größere Gehöft eine solche Mühle.

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north-east estonia

April 27, 2009 at 12:24 (Estland)

Dieses Wochenende gings in den Nordosten Estlands. Tallinn befindet sich ja bereits schon im Norden und somit mussten wir gar nicht weit fahren und kamen schon bei unserem ersten Besichtigungspunkt an.

Zuerst wurde eine Mine besichtigt.3240_94329081696_722871696_2268919_5904180_n

Danach gings weiter zum größten künstlich-angelegten Wasserfall und anschließend zu einem der schönsten Parks in Estland. Viele Brautpaare kommen dort hin und da an diesem Wochenende herrliches Wetter war, trafen wir gleich mehrere Brautpaare dort an.

Übernachtet wurde diesesmal in einer Villa. Diese liegt direkt am Peipsi Lake, der jedoch soo rießig ist, dass jeder von uns dachte, wir sind am Meer. Sind erst später dort angekommen und so sahen wir genau wie die Sonne gerade im untergehen war. Es war soo herrlich zum anschauen, könnte dort ewig bleiben.
Es gibt soviele verschiedene Sachen die man dort machen kann. Angefangen bei Tischtennis, Korona (ein anderes Tischspiel), verschiedenen Ballspielen, Fahrrad und Boot fahren, … und natürlich gab es einen Beachvolleyballplatz direkt nebem dem See, was will man mehr :)
Weiters gab es auch noch einen Grillplatz, Sauna und ein Jakusi im Freien.

Am nächsten Tag gings zu einer Burg, wo man verschiedene Ritterspiele ausprobieren konnte und anschließend fuhren wir noch einmal zum Meer und schauten uns dort eine Ruine an. Danach gings noch in den Lahema National Park, das größte Naturschutzgebiet Estlands.

Hier nun einige Fotos von diesem Wochenende

Es war eines der schönsten Wochenenden hier in Estland. Wir haben viele Sehenswürdigkeiten angesehen und vor allem Landschaften, was mir besonders gefällt und hatten natürlich auch perfektes Wetter :) War sogar so schön, dass wir alle bisschen Farbe bekommen haben und das in Estland *gg*

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Sauna

April 21, 2009 at 7:51 (Estland)

Sauna ist Entspannung,
Sauna ist Körperpflege,
Sauna ist Geselligkeit und Kommunikation,
Sauna ist einfach ein Wellnessurlaub,
Sauna ist einfach schön!

Wie auch in Finnland ist das Saunen hier sehr beliebt. Viele Wohnungen und Häuser haben ihre eigene kleine Sauna direkt eingebaut. Weiters gibt es auch sehr viele öffentliche Zugänge zu Saunen..so gut wie in jedem Hallenbad ist die Benutzung der Saunen im Preis inbegriffen.

Hier finden auch einige Sauna-Parties statt. Bei uns wird saunen eigentlich hauptsächlich mit Entspannung und Gesundheit in Verbindung gebracht. Hier wird dies mit Geselligkeit und gemütlichem Zusammensitzen verbunden.

Der Sauna-Raum gilt als der sauberste und sterilste Ort in der Wohnung. Dies war auch der Grund warum früher dort Geburten und etliches stattfanden. In Finnland ist es weiters auch üblich, dass Frauen und Männer getrennt saunieren gehen. Dies haben wir bemerkt, als wir in Lapland waren und dort die öffentliche Sauna zuerst 2 Stunden für die Frauen und anschließend 2 Stunden für die Männer offen war. Nach dem Saunagang gings hinaus in den Schnee oder wenn vorhanden in einen See zum abkühlen.

In Finnland spielt das Saunieren eine wichtige Rolle im Kontakte pflegen. Wird man zum Saunieren eingeladen, ist es unhöflich abzulehnen. Jedoch bezieht sich die Einladung meistens immer nur auf die Männer.

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Sport

April 21, 2009 at 2:54 (Estland)

Hier in Estland ist der berühmteste und beliebteste Sport Basketball. Dieser wird dicht gefolgt von Fußball (was sonst).

Im Winter wird vor allem der Sport Ski-Langlauf ausgeübt, da ja hier keine Berge fürs Schifahren existieren. Daher gibt es viele Ski-Loipen, auch in den Städten (zwar nicht im Zentrum, jedoch bisschen außerhalb sind schon welche aufzufinden). Da hatten wir auch schon Erlebnisse..auf dem Weg zum International Dinner, das in einer Burg stattfand, mussten wir eine Weile auf einer Loipe gehen, da sonst kein Weg vorhanden war. Einige wenige Langläufer waren unterwegs und hatten für uns gar kein Verständnis und nahmen auf uns keine Rücksicht. Standen wir bisschen im Weg, wurden wir einfach angerempelt und dies ohne Vorwarnung oder ähnlichem.

Ein weiterer Sport, der in Estland erfunden wurde, ist Kiiking. Übersetzt heißt es so in etwa „schaukeln“.
Das Kiiking findet seinen Ursprung schon vor mehreren hundert Jahren, bei den landestypischen Schaukeln, die immer von mehreren Menschen im Stehen benutzt werden. Diese Schaukeln sind ca. 2,5 Meter hoch und es schaukeln immer 4 bis 10 Menschen zusammen. Immer wieder versuchten die Menschen Überschläge zusammen zu bringen, was aber ohne Sicherung sehr gefährlich war. Im Jahre 1996 entwickelte man die erste Kiiking-Schaukel, mit der Überschläge gänzlich ohne Verletzungsrisiko möglich wurden.

Heute gibt es Kiiking in 3 bis 8 Meter Höhe, zumeist schaukelt eine einzige Person allein. Gesichert wird man durch das Festbinden der Arme und Beine.

Das Prinzip ist einfach: Man steht auf der Schaukel, in der Mitte, wenn die Schaukel senkrecht steht, geht der Sportler in die Hocke um Schwung zu holen, sobald sich die Schaukel neigt, stellt sich der Sportler wieder auf. Dieser Sport ist sehr anstrengend und hauptsächlich trainiert man seine Beine.

Als Leistungsmaßstab gilt die Höhe der Schaukel, mit der noch mindestens ein Überschlag geschafft wurde. Der Weltrekord steht momentan bei 7,02 Meter bei Männern und bei Frauen 5,81 m.

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